Dissertationen und Masterarbeiten
- “Huren oder Helden?” (Dissertation)
- Erinnerungsorte und Versöhnung (Dissertation)
- Kaschmirkonflikt und regionale Sicherheit (Dissertation)
- Interaktives Theater im Nachkriegslibanon (Dissertation)
- Institutionalisierter Dialog und Verhandlungsstrukturen (Dissertation)
- Friedensförderung in Nachkriegsregionen und Umgang mit Vergangenheit (Dissertation)
- Blending the Rule-of-Law and Traditional Justice in Hybrid States (Dissertation)
- Der Bangsamoro Aufstand (Dissertation)
“Huren oder Helden?” (Dissertation)
Der Mehrwert von Gendertheorien in Reintegrationsprozessen ehemaliger Kämpferinnen
Katrin Planta, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Vom Krieg zum Frieden: Nichtstaatliche, bewaffnete Gruppen und Sicherheit im Wandel“ untersucht in dieser Doktorarbeit Teilbereiche ihrer praktischen Arbeit. Unter Bezugnahme auf Theorien der Konfliktbearbeitung, sowie feministischer Ansätze zur Analyse von Gender und Krieg, geht sie der Frage nach, warum der Wandel von Gender-basierten Rollenbildern in Kriegszeiten nicht zu einer langfristigen Veränderung von gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen führt.
Laufzeit: seit 2010
Kontakt: .(JavaScript must be enabled to view this email address)
Betreuung: Prof. Dr. Sven Chojnacki, Freie Universität Berlin
Erinnerungsorte und Versöhnung (Dissertation)
Museen und Memoriale in ländlichen Gemeinden Lateinamerikas.
Eine vergleichende Untersuchung in Peru und Guatemala
Das Dissertationsprojekt von Markus Weissert beschäftigt sich mit dem wachsenden Phänomen der Schaffung von Erinnerungsorten – wie Museen und Denkmälern – in Prozessen der Vergangenheitsaufarbeitung an den Beispielen Guatemala und Peru. Das Augenmerk der Arbeit liegt dabei auf solchen Orten, die im ländlichen Raum einen Beitrag zur Versöhnung leisten sollen. Dabei sollen neben den unterschiedlichen Bedeutungen des Versöhnungsbegriffs vor allem die unterschiedlichen Sichtweisen und Bedeutungszuschreibungen untersucht werden, die verschiedene Akteure mit den Erinnerungsorten verbinden. Verbunden ist diese Untersuchung mit der Frage nach einem Spannungsverhältnis zwischen globalen und lokalen Erinnerungskulturen. Die Dissertation wird in englischer Sprache verfasst.
Laufzeit: seit 2009
Kontakt: .(JavaScript must be enabled to view this email address), Georg Zundel Stipendiat
Betreuung: Prof. Dr. Hans J. Giessmann/Prof. Dr. Sven Chonjacki, Freie Universität Berlin/Dr. Martina Fischer
Kaschmirkonflikt und regionale Sicherheit (Dissertation)
Friedensparadigma und Aussichten auf Transformation des Konflikts
Das Dissertationsprojekt zielt darauf, den tiefer liegenden Ursachen des Kaschmirkonflikts auf den Grund zu gehen sowie friedliche Alternativen zu erkunden, mit deren Hilfe Frieden und Wohlstand in der Region herbeigeführt werden können. Die konkurrierenden Interessen der beteiligten Akteure werden analysiert um eine Lösung zu finden, die von allen Parteien getragen und akzeptiert werden kann. Die Forschungsarbeit umfasst auch Problemlösungsansätze, die von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen verfolgt wurden und eine Analyse der Vielschichtigkeit solcher interner, innerstaatlicher und hartnäckiger Konflikte. Darüber hinaus werden existierende theoretische Rahmenbedingungen der Konflikttransformation im Hinblick auf einen Paradigmenwechsel identifiziert und evaluiert. Die Förderung und Aufrechterhaltung von Frieden in Gesellschaften, die aufgrund ethnischer Identitäten gespalten sind, bilden den Schwerpunkt der Dissertation.
Laufzeit: seit 2009
Kontakt: .(JavaScript must be enabled to view this email address), Georg Zundel-Stipendiat
Betreuung: Prof. Dr. Hans J. Giessmann/Prof. Sven Chojnacki, Freie Universität Berlin
Interaktives Theater im Nachkriegslibanon (Dissertation)
Obwohl der Bürgerkrieg im Libanon offiziell vor 15 Jahren sein Ende fand, ist die Gesellschaft immer noch stark fragmentiert. Der Konfessionalismus prägt nicht nur staatliche Strukturen, Gesetze und Verordnungen, sondern durchdringt sämtliche gesellschaftliche Institutionen sowie die Identitätsbildung der Einzelnen. Der Krieg hat nicht nur eine räumliche Fragmentierung hinterlassen und durch Flucht und Vertreibung weitgehend homogene Dörfer und Stadtteile sondern auch eine „Geographie der Angst“ (Khalaf) geschaffen, die ein Zusammenleben zusätzlich erschwert. Ein dauerhafter Frieden verlangt jedoch eine Beziehungsbildung, die in eine Transformation der gesellschaftlichen Institutionen und Strukturen mündet.
Das Aktionsforschungsprojekt untersucht Verfahren, mit denen lokale Friedenskräfte einen Raum zur Beziehungsbildung schaffen. Damit sollen zum einen konkrete Erkenntnisse über sinnvolle Ansatzpunkte für ein Engagement im Libanon herausgearbeitet werden, die den lokalen Aktivisten zur Verfügung stehen. Zum anderen sollen allgemeingültige Erkenntnisse über Methoden der Beziehungsbildung gewonnen werden. Ein solches Verfahren ist die Methode des Forumtheaters, durch die in heterogen zusammengesetzten Workshops gemeinsame „Orte der Veränderung“ erarbeitet werden. Die Teilnehmer stellen dabei interaktiv Situationen dar, die sie selbst erlebt haben und die sie – trotz unterschiedlicher konfessioneller Zugehörigkeit – gleichermaßen als unbefriedigend erleben und verändern möchten.
Laufzeit: 2004-2010
Kontakt: .(JavaScript must be enabled to view this email address)
Betreuung: Prof. Dr. Jürgen Pohl, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institutionalisierter Dialog und Verhandlungsstrukturen (Dissertation)
Der Beitrag von Friedenssekretariaten zur Konflikttransformation in Sri Lanka
Bemühungen um Kontaktaufnahme, Austausch und Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Parteien eines ethnopolitischen Konflikts können im Rahmen vielfältigster technischer und Organisationsformen unterstützt und gefördert werden. Dieses Dissertationsprojekt versucht, den Beitrag der Friedenssekretariate für den 2002 in Sri Lanka stattgefundenen Friedensprozess zu ermitteln. Der Fokus liegt auf institutionalisierten, den Dialog und Verhandlungen unterstützenden Strukturen, die aufgebaut wurden, um bei Verhandlungen Sekretariatsfunktionen zu übernehmen, bei der Umsetzung von Friedensabkommen behilflich zu sein und Bemühungen der Konfliktparteien um Monitoring und Kommunikation zu unterstützen. Hauptanliegen dieses Promotionsprojektes ist es, Einsicht darüber zu gewinnen, ob die Institutionalisierung derartiger Strukturen einem Friedensprozess und der Konflikttransformation im allgemeinen dienlich sein kann. Ausgehend von relevanten Regime- und Institutionstheorien sowie Erkenntnissen aus der Wirkungsforschung soll die Dissertation dazu beisteuern, eine theoretische Grundlage für institutionalisierte, Dialog und Verhandlungen unterstützende Strukturen zu schaffen. Aufgrund der Untersuchungen zu Sri Lanka und des Vergleichs mit verwandten Konfliktstudien (z. B. Südafrika, Nepal oder Kolumbien) sollen Schlussfolgerungen über die Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse gezogen und Empfehlungen für die weitere Forschung erarbeitet werden.
Laufzeit: seit 2009
Kontakt: .(JavaScript must be enabled to view this email address)
Betreuung: Prof. Dr. Hans J. Giessmann/Dr. Norbert Ropers
Friedensförderung in Nachkriegsregionen und Umgang mit Vergangenheit (Dissertation)
Ziel des 2009 begonnenen Dissertationsprojektes ist es, die Wechselbeziehung zwischen politisch-motivierter Gewalterfahrung und individueller wie kollektiver Identitätsbildung zu untersuchen. Es soll ergründen, welche Formen der Unterstützung durch externe Akteure für die Regeneration von Nachkriegsgesellschaften hilfreich sind, um Rückfälle in Gewaltkonflikte vor allem dort zu vermeiden, wo sich Opferidentitäten und -diskurse politisch zu verfestigen drohen. Untersucht werden aktuelle Dialogprojekte, die in solchen Kontexten von externen Akteuren initiiert und begleitet werden. Die Beteiligten werden nach Erfahrungen und Wechselwirkungen befragt, um zu reflektieren, welcher Umgang mit Opfererfahrung in Konflikten und Friedensprozessen angemessen erscheint.
Laufzeit: seit 2009
Kontakt: .(JavaScript must be enabled to view this email address)
Betreuung: Prof. Dr. Hans J. Giessmann/Dr. Martina Fischer
Blending the Rule-of-Law and Traditional Justice in Hybrid States (Dissertation)
Dispute Resolution as an Object of Exogenous Modernization in Afghanistan
Laufzeit: seit 2009
Kontakt: .(JavaScript must be enabled to view this email address)
Betreuung: Prof. Dr. Hans J. Giessmann/Dr. Oliver Wolleh
Blending the Rule-of-Law and Traditional Justice in Hybrid States such as Afghanistan (Dissertation)
TopDer Bangsamoro Aufstand (Dissertation)
Mediationsbemühungen und die Rolle bewaffneter Gruppen in der Konflikt- transformation zur Wiederherstellung des staatlichen Gewaltmonopols
Das Dissertationsprojekt an der Universität Hamburg befasst sich mit Bemühungen um Mediation und die Rolle bewaffneter Gruppen in der Konflikttransformation aus dem Blickwinkel der Wiederherstellung des staatlichen Gewaltmonopols. Die Fallstudie der Arbeit bezieht sich auf den gewaltsamen Konflikt auf den südlichen Philippinen zwischen der Regierung und den muslimischen Bevölkerungsgruppen. Das Projekt verbindet Elemente der Konfliktanalyse, der Theoriedebatte um Konflikttransformation sowie Ansätze praktischer Konfliktlösung und Mediation in innerstaatlichen Konflikten. Betreuer des Projekts ist Prof. Dr. Giessmann.
Laufzeit: seit 2009
Kontakt: Thomas Boehlke
Betreuung Prof. Dr. Hans J. Giessmann