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Aktuelles

05/2010 – Neuerscheinungen

Neue Ausgabe der Berghof Transitions Series erschienen

The Basque Country – the Long Walk to a Democratic Scenario.

Die Reihe Berghof Transitions Series veröffentlicht Fallstudien, die im Rahmen des Programmes ‘Nichtstaatliche bewaffnete Akteure im Wandel‘ entstanden sind. Ziel ist es, den Übergang von Widerstands-/Befreiungsbewegungen vom sogenannten ‚bewaffneten Kampf‘ hin zur Teilnahme an Verhandlungen und demokratischen Reformprozessen besser zu verstehen. Die Autoren werden daher dazu ermutigt, die Erfahrungen der ihnen nahestehenden Gruppierungen möglichst authentisch widerzugeben und auch parteiische, mitunter extreme Positionen zu reflektieren, die in den meisten Konfliktanalysen ignoriert werden, obwohl auch sie wichtig für ein umfassendes Verständnis von Konflikten und den Handlungsoptionen ihrer Akteure sind.
Die Studie “The Basque Country – the Long Walk to a Democratic Scenario“ wurde von Urko Aiartza, einem baskischen Menschenrechtsanwalt, und Dr. Julien Zabalo, Professor an der Universität des Baskenlandes, in enger Absprache mit führenden Vertretern der Pro-Unabhängigkeitsbewegung, verfasst. Die Autoren analysieren die Entwicklung des Konfliktes zwischen dem spanischen Staat und dem Baskenland von der Entstehung der Euskadi Ta Askatasuna (ETA) 1958 bis heute. Im Mittelpunkt stehen dabei die verschiedenen Vermittlungs- und Verhandlungsversuche zur Lösung des Konflikts.
Wir hoffen, dass die Veröffentlichung Ihr Interesse findet und freuen uns über Ihr Feedback. Zwei weitere Fallstudien werden in den kommenden Monaten im Rahmen der Transitions Series publiziert. Weitere Veröffentlichungen dieser Reihe finden Sie auf unserer Homepage unter: http://www.berghof-conflictresearch.org/de/publications/transitions-series/.

Eine Printausgabe dieser Veröffentlichung kann über diesen link ebenfalls bei uns bestellt werden (6,00€ + Versandkosten).

05/2010 – Veranstaltungen

Treffen mit Mohammad Gulab Mangal, Gouverneur der Provinz Helmand, Afghanistan

Am 6. Mai 2010 wurde Berghof Conflict Research vom Gouverneur der Provinz Helmand in Afghanistan, Mohammad Gulab Mangal, und Nasima Neyazi, Direktorin einer Mädchenschule und Mitglied des Afghanischen Parlaments, sowie Najib Roshan, Direktor des Aachener Instituts für Afghanistan-Studien (AIAS) und einigen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besucht. An der Diskussion im Berghof-Zentrum nahm, neben Prof. Dr. Hans J. Giessmann (Direktor, Berghof Conflict Research) und Dr. Oliver Wils (Gf. Direktor, Berghof Peace Support) sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Institutionen, auch der Geschäftsführer der Berghof Stiftung für Konfliktforschung, Johannes Zundel, teil.
Thematisch konzentrierte sich die Diskussion auf die Einbeziehung von Jugendlichen in die Friedensförderung, öffentliche Bildungsprogramme und eine Einschätzung der gegenwärtigen Entwicklungspolitik in Afghanistan. Dabei, so Gulab Mangal, seien, trotz der weiter kritischen Sicherheitssituation, in letzter Zeit einige positive Entwicklungen zu verzeichnen. Erörtert wurden auch die Wirkungen und Grenzen der neuen Militärstrategie für die Provinz. Vor allem die aktive Einbindung der Afghanischen Bevölkerung in friedensbildende Maßnahmen wurde für dringend notwendig befunden. Sie dürften nicht weiter von militärischen Operationen überlagert werden. In einem abschließenden Gespräch wurden vereinbart, gemeinsame Forschungs- und Bildungsprojekte mit Unterstützung der Provinzregierung zu entwickeln.

05/2010 – Allgemeines

Expertise zu Sicherheitsfragen für Internet-Briefing des Weltwirtschaftsforums

Prof. Dr. Hans J Gießmann, Leiter von Berghof Conflict Research, nahm als einer von zwei berufenen Experten am ersten internetgestützten Sicherheitsbriefing der Reihe „Effektiver Verkehr und Sicherheitserfordernisse“ des Weltwirtschaftsforums am 5. Mai 2010 teil. Gemeinsam mit Jean-Louis Brugiére, dem Beauftragten der EU beim Programm der US-Regierung zur Verfolgung von terrorismusunterstützenden Finanzströmen (TFTP), informierte er führende Vertreter globaler Wirtschaftsunternehmen über aktuelle Tendenzen terroristischer Aktivitäten und Herausforderungen bei der Eindämmung von Bedrohungen und Risiken. Prof. Dr. Gießmann ist seit 2009 Mitglied des Beirates des Weltwirtschaftsforums zu Terrorismus und Massenvernichtungswaffen.

05/2010 – Veranstaltungen

Konferenz: Transition im Bereich Sicherheit: die Schaffung innovativer Rahmenbedingungen für Friedensbildungsprozesse

Vom 29. April bis zum 1. Mai 2010 organisierte Berghof Conflict Research in Zusammenarbeit mit den kolumbianischen Organisationen Investigación y Educación Popular (CINEP) und Observatorio para la Paz eine Konferenz in Bogota, Kolumbien. Dabei trafen lokale Wissenschaftler mit fachkundigen „Insidern“ (frühere Teilnehmer an Friedensverhandlungen bzw. Kommandeure verschiedener Widerstands-/Befreiungsbewegungen) aus El Salvador, Südafrika, (Süd-)Sudan, Burundi, (Nord-) Irland, Kosovo, Aceh und Kolumbien zusammen, um über innovative Ansätze der Friedensförderung in Nachkriegssituationen im Rahmen von „Wandlungsprozessen im Bereich Sicherheit“ (Security Transition Processes / STP) zu diskutieren. Der Workshop war die erste Zusammenkunft der Projektpartner im Rahmen des Vorhabens „Vom Krieg zur Politik: Nichtstaatliche bewaffnete Akteure und Sicherheit im Wandel“ (2009-2011).
Die Teilnehmer erörterten verschiedene Rückschlüsse, die sie aus ihrer Forschung bzw. eigenen Erfahrungen gezogen hatten. Hauptthemen waren dabei die Zusammenhänge zwischen Reformen des Sicherheitsbereichs und Prozessen der politischen, sozioökonomischen und rechtlichen Transformation sowie verschiedenste Erkenntnisse und Erfahrungen zu Wandel und möglichen Beiträgen ehemaliger Kriegsteilnehmer an Friedensprozessen nach der Beendigung von Kampfhandlungen. Die Konferenz wurde durch das International Development and Research Centre (IDRC) in Ottawa, Kanada gefördert.