Berghof Conflict Research is now part of  Berghof Foundation


Aktuelles

01/2012

Die Berghof Foundation vor neuen Aufgaben

Seit dem 1. Januar 2012 hat die Berghof Foundation ein weiterentwickeltes Profil und eine neue Organisationsstruktur. Die bereits früher eng miteinander kooperierenden Einrichtungen Berghof-Stiftung für Konfliktforschung und ihr operativer Arm Berghof Conflict Research, das Institut für Friedenspädagogik in Tübingen sowie Berghof Peace Support bilden jetzt eine gemeinsame Organisation – die Berghof Foundation.

Künftig werden unsere vielfältigen operativen Kompetenzen in der Forschung, in der praktischen Friedensunterstützung und der Friedenserziehung, ergänzt durch die seit vielen Jahren bewährte gezielte Projektförderung, noch wirksamer zur Geltung kommen. Der Zusammenschluss zur Berghof Foundation dient dem Ziel, unsere Stärken weiter auszubauen, Fähigkeiten zu bündeln sowie Partnerschaften zu festigen und dadurch neue Möglichkeiten zur Förderung von Friedensprozessen und zur Prävention und Transformation von Konflikten zu entwickeln. Die Berghof Foundation steht dabei fest in der Tradition des philanthropischen Engagements der Stifterfamilie Zundel, die bereits vor vierzig Jahren mit der Gründung des Berghof-Stiftung für Konfliktforschung durch Prof. Dr. Georg Zundel ihren Anfang nahm.

Gegenwärtig entwickeln wir unseren neuen, gemeinsamen Internet-Auftritt. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Inhalte unserer bisherigen Internetseiten sukzessive (Berghof Foundation.de, Conflict Research, Peace Support, Friedenspaedagogik.de und Berghof Handbook) auf unsere neue Homepage Berghof Foundation.org. übertragen. Gleichzeitig werden Inhalte aktualisiert und künftig verbessert dargestellt. Dies erfordert Anstrengungen und Zeit. Übergangsweise kann deshalb auch noch auf unsere früheren Internetseiten zugegriffen werden, um Informationen aufzufinden, die auf unser neuen Homepage eventuell noch nicht verfügbar sind. Berücksichtigen Sie bitte, dass Inhalte auf früheren Internetseiten, sofern nicht ausdrücklich betont, künftig nicht mehr verändert werden und dadurch nicht mehr aktuell sein könnten. Wir bitten für entstehende etwaige Ungelegenheiten vorsorglich um Verständnis. Falls erforderlich, nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit uns auf.

11/2011

Trauer um Volker Rittberger

Wir trauern um Prof. Dr. Volker Rittberger (1941-2011). Er war einer der wichtigsten Repräsentanten der Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland. In Tübingen hat er maßgeblich zum Aufbau von Friedensforschung und Lehre an der Eberhard Karls Universität beigetragen und das Institut für Friedenspädagogik mit gegründet. Zugleich hat er den Friedensgedanken in die Politik getragen und sich um internationale Vernetzung bemüht, zuletzt in seiner Funktion als Vorsitzender der Deutschen Stiftung Friedensforschung (2003-2010). Wir haben einen wichtigen Förderer und Mitstreiter verloren.

Stellungnahme des ift Tübingen

11/2011

Martina Fischer Mitglied im Kirchentagspräsidium

Martina Fischer wurde zum Präsidiumsmitglied des Evangelischen Kirchentags gewählt, einem wichtigen zivilgesellschaftlichen Forum, das sowohl Raum für den interreligiösen Dialog als auch für die Auseinandersetzung über ethische und politische Fragen bietet. Der letzte Kirchentag fand 2011 in Dresden statt (120.000 Besucher). Der nächste ist 2013 in Hamburg geplant. Das Präsidium besteht aus 25 Personen des politischen und öffentlichen Lebens, aus Institutionen und NGOs, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Professionen, welche die inhaltliche Ausrichtung der Kirchentage beschließen und mitgestalten. (Weitere Informationen )

10/2011

Unterstützung für den Frieden im Baskenland

Im Rahmen ihrer friedensfördernden Aktivitäten im Baskenland hat die Berghof Foundation die lokale Nichtregierungsorganisation Lokarri bei der Ausrichtung einer internationalen Konferenz zur Förderung einer friedlichen Lösung des Baskischen Konflikts am 17. Oktober 2011 in San Sebastian unterstützt. Die Veranstaltung, der neben namhaften Peacebuilding Organisationen auch führende Vertreter der Weltpolitik wie der frühere UN Generalsekretär Kofi Annan beiwohnten, ist ein Meilenstein auf dem Weg zu dauerhaften Frieden im Baskenland, da sie die Bereitschaft aller Bürger zeigt, die Gewalt zu beenden und die Zukunft mit friedlichen und demokratischen Mitteln zu gestalten.


Berghof Peace Supports Programmleiterin Luxshi Vimalarajah hat im Namen der Berghof Foundation an der Konferenz teilgenommen. Frühere Berghof Aktivitäten im Rahmen der Begleitung der Konfliktbeilegung im Baskenland umfassten die Veröffentlichung einer von prominenten Analysten der Baskischen Abertzalen Linken verfassten Studie zur Geschichte des Konflikts und dem steinigen Weg zu seiner Lösung.

07/2011

Trauer um Dekha Ibrahim Abdi

Mit großer Bestürzung haben wir den Tod von Dekha Ibrahim Abdi, Friedensaktivistin aus Kenia und u.a. Mitglied des Beirats von Berghof Peace Support, aufgenommen. Sie starb am 14. Juli 2011 an den Folgen eines schweren Autounfalls, bei dem auch ihr Ehemann und ein Fahrer ums Leben kamen. Unser herzliches Beileid gilt ihrer Familie, insbesondere den vier Kindern, und den vielen Freunden und Kollegen, die sie alle hinterlassen.

Dekha Ibrahim Abdi war eine herausragende Persönlichkeit, die als Friedensaktivistin unsere Arbeit über 20 Jahre lang mit ihren Ideen, Initiativen, ihrer Klugheit, Kreativität und Beharrlichkeit bereichert hat. Aufgewachsen in einer muslimisch somalischen Familie im Nordosten Kenias, wurden ethnische und religiöse Konflikte schon früh Teil ihres Lebens. Dekha Ibrahim Abdi wurde treibende Kraft der Wajir Friedensinitiative, die 1992 christliche und muslimische Frauen und Männer zu einem lokalen Friedensabkommen zusammenbringen konnte. Ihr „Wajir-Friedensmodell“ war Ausganspunkt vieler vergleichbarer Initiativen einer nachhaltigen, integrativen und umfassenden Transformation gewaltsamer Konflikte – in Afrika und darüber hinaus. Dekha selbst wurde zum Vorbild, die in ihrer Arbeit Elemente traditioneller afrikanischer Konfliktbearbeitung mit Erkenntnissen aus anderen Friedensinitiativen weltweit verband, und für ihr Engagement vielfach ausgezeichnet wurde. Wer mehr über ihre Arbeit erfahren will, dem sei ihr Beitrag im Berghof Handbook Dialogue No. 6 empfohlen.

Wir werden ihre sanfte, bescheidene, ideenreiche und – nicht zuletzt – entschlossene Art, mit der sie unser Feld so bereichert hat, sehr vermissen.

07/2011

BCR Direktor neuer Vorsitzender des “GAC on Terrorism” des Weltwirtschaftsforums

Am 1. Juli hat Prof.Dr.Dr. Hans J. Gießmann für ein Jahr den Vorsitz des “Global Agenda Council on Terrorism” des Weltwirtschaftsforums übernommen. Die Global Action Councils (GACs) bestehen aus jeweils 15-20 Experten aus aller Welt. Sie fungieren als informeller Beirat des Weltwirtschaftsforums und beraten darüber hinaus auch andere internationale Einrichtungen wie die G20.
Die jeweiligen Vorsitzenden sind dabei entscheidend an der Zusammensetzung und Agenda-Setzung der Councils beteiligt. Für Prof. Gießmann ist es die dritte Berufung in das Gremium, nachdem er 2009 bereits Mitglied des „Global Agenda Council on Terrorism and Weapons of Mass Destruction“ war und 2010 zu dessen stellvertretendem Vorsitzenden ernannt wurde.

05/2011

Berufung in wissenschaftlichen Beirat der DSF

Auf seiner Sitzung am 23. Mai 2011 entschied der Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF), Martina Fischer in den wissenschaftlichen Beirat der Stiftung zu berufen. Martina Fischer ist nach zehnjähriger Mitgliedschaft im Stiftungsrat und fünfjähriger Tätigkeit als stellvertretende Vorsitzende der DSF aus diesen Funktionen ausgeschieden, da ihr Mandat satzungsgemäß im März 2011 endete.

05/2011

Erneute Berufung in den Beirat Zivile Krisenprävention

Prof. Gießmann wurde erneut in den Beirat Zivile Krisenprävention berufen, wie Staatsminister Dr. Werner Hoyer am 11. Mai 2011 mitteilte. Die vierte Mandatsperiode des Beirats endet 2013. Das 19-köpfige Gremium zivilgesellschaftlicher Akteure ist 2005 im Rahmen des Aktionsplans “Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung” entstanden. Seine Hauptaufgabe besteht darin, den sogenannten Ressortkreis, in dem Vertreter der verschiedenen Bundesministerien Maßnahmen der Bundesregierung im Bereich Krisenprävention koordinieren, fachlich zu beraten und zu begleiten.

05/2010

Expertise zu Sicherheitsfragen für Internet-Briefing des Weltwirtschaftsforums

Prof. Dr. Hans J Gießmann, Leiter von Berghof Conflict Research, nahm als einer von zwei berufenen Experten am ersten internetgestützten Sicherheitsbriefing der Reihe „Effektiver Verkehr und Sicherheitserfordernisse“ des Weltwirtschaftsforums am 5. Mai 2010 teil. Gemeinsam mit Jean-Louis Brugiére, dem Beauftragten der EU beim Programm der US-Regierung zur Verfolgung von terrorismusunterstützenden Finanzströmen (TFTP), informierte er führende Vertreter globaler Wirtschaftsunternehmen über aktuelle Tendenzen terroristischer Aktivitäten und Herausforderungen bei der Eindämmung von Bedrohungen und Risiken. Prof. Dr. Gießmann ist seit 2009 Mitglied des Beirates des Weltwirtschaftsforums zu Terrorismus und Massenvernichtungswaffen.