Themen
- Friedensförderung in Nachkriegsregionen
- Widerstands- und Befreiungsbewegungen im Wandel
- Staatliche und nichtstaatliche Akteure in der Konflikttransformation
Friedensförderung in Nachkriegsregionen
Unsere Forschung richtet sich auf Probleme der Friedensförderung und Konflikttransformation in Nachkriegsregionen. Vor allem in kriegszerstörten oder ethnopolitisch gespaltenen Gesellschaften sind Prozesse der Vertrauensbildung, des Aufbaus von Beziehungen und der konstruktive Umgang mit gewaltsamer Vergangenheit wichtige Voraussetzungen für Gewaltprävention und Friedenskonsolidierung. Zivilgesellschaft, staatliche Akteure und internationale Organisationen können dazu beitragen, indem sie wirkungsvolle Allianzen schmieden. In diesem Kontext untersuchen wir auch Ansätze der Vergangenheitsarbeit. Diskurse um „Transitional Justice“ und „Aussöhnung“ haben wichtige Potenziale. Sie bedürfen der theoretischen Konzeptionalisierung und der empirischen Absicherung. Wir tragen mit Hilfe von Fallstudien, Kontextanalysen und vergleichenden Forschungsansätzen dazu bei, das Wissen in diesen Themenfeldern zu verbreitern. Forschungsbedarf sehen wir vor allem im Hinblick auf das Zusammenspiel unterschiedlicher (internationaler, regionaler und lokaler) Akteure.
Vergangenheitsarbeit und Friedenskonsolidierung im westlichen Balkan (Projekt)
Erinnerungsorte und Versöhnung (Dissertation)
Friedensförderung in Nachkriegsregionen und Umgang mit Vergangenheit (Dissertation)
Widerstands- und Befreiungsbewegungen im Wandel
In gegenwärtigen politischen Gewaltkonflikten nehmen nicht-staatliche bewaffnete Akteure eine wichtige Rolle ein. Für Bemühungen um politische Lösungen sind ihre aktive Beteiligung und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit unerlässlich. Ziel unserer Forschung ist es, Insider-Wissen über die Rolle und die praktischen Erfahrungen von Widerstands-/Befreiungsbewegungen für die gewaltfreie Transformation der Konflikte sowie für die Entwicklung von tragfähigen Verhandlungsansätzen und Prozessen der Friedenskonsolidierung zu nutzen. Hierzu kooperieren wir eng mit diesen Akteuren und ihnen nahestehenden Forschungseinrichtungen. Das Forschungsfeld umfasst u.a. Themen wie Verhandlungen, Demobilisierung und die zivile Reintegration von ehemaligen Kämpfern, die Reform des Sicherheitssektors, externe Unterstützungsleistungen und politische Strukturreformen im Kontext sicherheitspolitischen Wandels.
Dabei geht es auch um die Frage, welche Anreize zu politischer Partizipation unterstützt oder auch durch externe Einflussnahme gefördert werden können.
Nichtstaatliche bewaffnete Gruppen und Sicherheit im Wandel
“Huren oder Helden?” Reintegrationsprozesse ehemaliger Kämpferinnen und Gendertheorien (Dissertation)
Staatliche und nichtstaatliche Akteure in der Konflikttransformation
An den meisten Gewaltkonflikten der Gegenwart sind sowohl staatliche als auch nichtstaatliche Akteure beteiligt. Viele Modelle zur Bearbeitung solcher Konflikte lassen jedoch eine Perspektive vermissen, welche die Unterschiedlichkeit der Interessen der Beteiligten in Rechnung stellt. Einseitige Ansätze zur „Lösung“, zumal mittels Waffengewalt, sind in solchen Konflikten nicht beständig, falls sie überhaupt durchsetzbar sind. Wir halten machtpolitische Ansätze prinzipiell für inakzeptabel, weil sie die Unterdrückung legitimer Interessen der Unterlegenen billigend in Kauf nehmen. Die Entwicklung nachhaltiger Anreize zu einem konstruktiven Miteinander der Akteure eines Konflikts ist für uns der einzige Weg, um Gewaltspiralen dauerhaft zu durchbrechen. Unsere Projekte sind deshalb prinzipiell inklusiv ausgerichtet, d.h. sie fragen nach den Zielen und nach den möglichen Beiträgen aller — staatlicher und nichtstaatlicher — Konfliktbeteiligter im Prozess der Transformation. Ausgehend von der Analyse der unterschiedlichen Akteursstrategien innerhalb eines Konflikts versuchen wir, gemeinsam mit diesen Akteuren, geeignete Schnittmengen und Synergien zu identifizieren, um konstruktive Interaktionen zu fördern. Unser Forschungsinteresse zielt dabei vor allem auf ethnopolitisch begründete Akteurskonstellationen.
Politische Steuerungsansätze zur Beilegung von Konflikten in Indien und Europa (CORE)
Blending the Rule-of-Law and Traditional Justice in Hybrid States such as Afghanistan (Dissertation)
Kaschmirkonflikt und regionale Sicherheit (Dissertation)